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Räumliche Dynamik: Sprach- und Bewegungszentrum in Hamburg
Das Konzept des Sprach- und Bewegungszentrums verbindet in neuartiger Weise Spracherwerb mit Bewegungsangeboten. Durch die Aktivierung des motorischen Zentrums des Gehirns sollen hier Sprachentwicklung und Spracherwerb von Menschen aller Altersklassen gefördert werden. Das Architektenteam, Christoph Roselius & Julian Hillenkamp, gibt mit kräftigen Farben und vielen Kontrasten dieser besonderen Nutzung einen gestalterischen Ausdruck.
Architekten: eins:eins architekten, Hamburg
Standort: Rotenhäuser Damm 40, D-21107 Hamburg
Das
Grundstück des Sprach- und Bewegungszentrums ist durch die Lage am Park
geprägt und von dem dichten Baumbestand dominiert. Der horizontale,
streng gegliederte Baukörper inszeniert einen ruhigen Kontrast zu den
vertikalen Baumreihen. Erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass
die Gebäudehülle aus über hundert Jahre alten recycelten Backsteinen
errichtet wurde, die mit verspiegelten, flächenbündigen Fensterbändern
kontrastieren.
Im Inneren des Gebäudes sind alle Nutzungen um einen dynamischen Luftraum des offenen Treppenhauses gruppiert. Dieser stanzt sich durch den Baukörper und zieht den Blick des Besuchers nach oben. Kräftige Farben und starke Farbkontraste betonen die Dynamik des Raumes. Nach unten dient er als Treppentribüne für das multifunktional genutzte Foyer, oben gibt er über ein Panoramafenster den Blick in die Sporthalle frei. Von hier werden auch die Seminar- und Bewegungsräume erschlossen, die, verbunden über vielfältige Blickbezüge und Zugänge, eine großzügige Lern- und Bewegungsplattform bilden.
Das
Café mit dem Multifunktionsbereich im Erdgeschoß öffnet sich sowohl zum
Park, als auch zur Straße und kann als Ausstellungsfläche oder für
unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden. Die Räumlichkeiten im
Obergeschoß können ebenfalls durch die Umstellung der mobilen Trennwände
wechselnden Nutzungen angepasst werden.
Die Flexibilität wird bei der Doppelsporthalle weitergeführt. Diese verfügt über zwei separate Eingänge und kann vollständig geteilt werden. Der Umlaufende Anprallschutz gewährleistet den Schutz vor ungewollten Zuschauern und vor zu starken hell-dunkel Kontrasten auf der Spielfläche. Die seitlichen Fensterbänder sorgen zusammen mit einer durchgehenden Oberlichtreihe für die blendfreie, nutzungsgerechte Ausleuchtung mit Tageslicht. Akustik - Elemente unter der Decke verdecken die Konstruktion und gewährleisten zusammen mit stoffbespannten Prallschutzwänden eine ausgewogene Akustik.
Das
Gebäude wurde konstruktiv als konventioneller Hallenbau in Stahlbeton
aufgefasst. Über das Fassadenmaterial aus recyceltem Backstein wird
sowohl dem Ort als auch den ökologischen Anforderungen des Gebäudes
Rechnung getragen. Der Backstein stammt aus dem Rückbau alter
norddeutscher Nebengebäude. Der Stein wurde händisch von Putzresten
gereinigt und technisch geprüft bevor er im Sprach- und
Bewegungszentrum wieder zum Einsatz kam. Die Vorgaben der EnEV 2009
konnten auf diese Weise um 30% unterschritten werden.
Das Gebäude kann im Rahmen der Internationalen IBA Bauausstellung besichtigt werden.
Das Sprach- und Bewegungszentrum ist ein Baustein der Bildungsoffensive Elbinseln, die ein Querschnittsprojekt der IBA Hamburg ist. In drei Teilregionen (Veddel, Reiherstieg und Harburger Binnenhafen) werden konkrete Projektvorhaben umgesetzt, die die Bildungsangebote rasch und spürbar verbessern sollen.

Wettbewerb: 2009, 1. Preis
Baubeginn: August 2011
Fertigstellung: Januar 2013
Bauherr: GWG Gewerbe, Hamburg
Statik: imagine structure GmbH
TGA: Ebert-Ingenieure GmbH
HNF: 1800 m²
BGF: 2035 m²
Baukosten: ca. 3,5 Mio €
www.ei





















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